Gas- und Ölheizungen verursachen über 30.000 € Mehrkosten
Wenn es nach dem geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) geht, dürfen neue Gas- und Ölheizungen auch in den nächsten Jahren wieder eingesetzt werden. Wer sich dafür entscheidet, läuft jedoch Gefahr, in eine Kostenfalle zu geraten.
Denn Heizsysteme auf Basis fossiler Energien werden Jahr für Jahr teurer — erst recht mit der sogenannten Bio-Treppe. Das zeigt die aktuelle Heizkostenprognose von co2online für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern Wohnfläche.
Die Bio-Treppe macht fossiles Heizen noch teurer
Das geplante Gebäudemodernisierungsgesetz sieht eine schrittweise Beimischungspflicht für erneuerbare Brennstoffe in Form der sogenannten Bio-Treppe vor. Die Idee dahinter: Gas- und Ölheizungen sollen durch steigende Anteile von Biomethan, Wasserstoff oder Bio-Heizöl klimafreundlicher werden.
Die Rechnung zeigt jedoch: Diese Maßnahme macht fossiles Heizen nicht nur komplexer, sondern auch spürbar teurer. So kostet Erdgas mit Biomethan-Anteil über einen Zeitraum von 20 Jahren rund 9.560 Euro mehr als reines Erdgas. Bei einer Beimischung von Wasserstoff sind es sogar rund 10.950 Euro mehr.
Hinzu kommt, dass Biomethan und Wasserstoff in der Herstellung kostenintensiv und nur begrenzt verfügbar sind. Für Bio-Heizöl fehlen derzeit noch belastbare Marktdaten, doch aufgrund des aufwendigen Herstellungsprozesses ist auch hier mit Aufschlägen zu rechnen.
Wärmepumpen am günstigsten
Wärmepumpen sind über den gesamten Betrachtungszeitraum von 2026 bis 2045 die wirtschaftlich günstigste Lösung. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe verursacht in diesem Zeitraum Heizkosten von rund 24.490 Euro. Eine Erdwärmepumpe ist mit 22.040 Euro sogar noch günstiger.
Zum Vergleich: Eine Erdgasheizung kostet über einen Zeitraum von 20 Jahren rund 55.570 Euro, das sind mehr als 32.000 Euro mehr als eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Bei Heizöl liegt der Kostennachteil sogar bei rund 42.690 Euro.
„Zu oft liegt bei der Heizungswahl der Fokus auf den Anschaffungskosten. Entscheidender sind die Gesamtkosten über die Lebensdauer“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. „Unsere Berechnung zeigt, dass fossile Heizungen für Haushalte zur Kostenfalle werden. Davor schützt auch keine Bio-Treppe.“
Passende Förderprogramme für Ihre vier Wände
Vom Keller bis zum Dach – Staat und Gemeinde fördern Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen rund um Ihr Zuhause. Bei der Vielzahl an Programmen kann man schnell den Überblick verlieren. Mit unserem Online-Fördermittelservice finden Sie alle Förderprogramme, die für Ihr Vorhaben in Frage kommen. Und das deutschlandweit. Lassen Sie sich diese Chance nicht entgehen!
Bundesförderung Effiziente Gebäude (BEG)
Mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) erhalten Sie Unterstützung bei der Sanierung von Gebäuden, die dauerhaft Energiekosten einsparen und damit das Klima schützen. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude kurz BEG fasst frühere Förderprogramme zur Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien im Gebäudebereich zusammen und unterstützt unter anderem den Einsatz neuer Heizungsanlagen, die Optimierung bestehender Heizungsanlagen, Maßnahmen an der Gebäudehülle und den Einsatz optimierter Anlagentechnik.
Voraussetzung der Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist:
- Ihr Wohngebäude steht in Deutschland
- Der Bauantrag liegt bei einer Einzelmaßnahme mind. 5 Jahre, mit einem iSFP mindestens 10 Jahre zurück
- Das Gebäude dient überwiegend zu Wohnzwecken
Zentrale Neustadt
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Niederlassung
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